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Gemeinde Großheirath (Druckversion)

Rathaus aktuell

Bestellung von Biberberatern

Seit ca. 10 Jahren sind wieder Biber im Landkreis Coburg heimisch.
Derzeit gibt es schätzungsweise 30- 40 Reviere mit insgesamt ca. 100 – 200 Tieren, die Tendenz ist steigend. Itz, Rodach, Röden sind nahezu durchgehend besiedelt, aber auch an kleineren Gewässern wie Alster, Helling, Füllbach und Lauter bis hin zu Gräben z.B. im Raum Meeder leben Biber.
 
Dies hat positive Wirkungen für den Naturhaushalt. So wird der Wasserrückhalt in der Fläche erhöht, neue Biotope geschaffen und dadurch die Artenvielfalt verbessert.
Wie Ihnen ja bekannt ist, kommt es gleichzeitig aber auch vermehrt zu Konflikten, da oft land- und forstwirtschaftliche Flächen, Teiche und Kläranlagen sowie Ortsbereiche betroffen sind und Schäden durch Vernässung oder Überflutung, Uferabbrüche und Fraß entstehen oder befürchtet werden. Deshalb gibt es in Bayern ein Bibermanagement, das aus den 4 Säulen Beratung, Prävention, Entschädigung und Zugriff besteht.
 
Gerade die Beratung ist jedoch sehr zeitaufwendig und kann bei der zunehmenden Zahl der Fälle nicht mehr von der Unteren Naturschutzbehörde allein geleistet werden.
Daher beabsichtigen wir, ehrenamtliche Biberberater*innen zu ernennen, wie sie in den meisten bayerischen Landkreisen bereits vorhanden sind.
 
Biberberater*innen übernehmen einen großen Teil der Vorortarbeit, die entscheidend für ein erfolgreiches Bibermanagement ist. Dazu werden sie von der Bayerischen Akademie für Natur und Landschaft in einem einwöchigen Kurs geschult. Geeignet ist die Tätigkeit z.B. für Jäger oder Landwirte, aber auch für Mitarbeiter der Gemeinden und alle naturinteressierten Personen.
 
Die Aufgaben bestehen im Wesentlichen aus:
 

  • Beratung und das Erarbeiten von praktikablen Lösungen bei Konflikten. Dabei muss immer zwischen den naturschutzfachlichen und rechtlichen Vorgaben und den berechtigten Interessen der Landnutzer vermittelt werden.
  • Die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen ist primär Aufgabe des Betroffenen. In einfachen Fällen kann der Biberberater auch selbst tätig werden oder unterstützen.
  • Ermittlung von Biberschäden und die Weitervermittlung für evtl. Förderungen oder Genehmigungen an die UNB;
  • Bei genehmigtem „Zugriff“  Mithilfe beim Fang und Töten von Bibern;
  • Öffentlichkeitsarbeit wie Vorträge und Exkursionen;
  • Mitwirkung beim Erfassen von Bibervorkommen.

 
Dies sollten Biberberater*innen mitbringen:
 

  • Freundliches Auftreten, Verhandlungsgeschick und einen „breiten Rücken“ für die nicht immer einfachen Einsätze;
  • Interesse an Natur und ökologischen Zusammenhängen;
  • Gute körperliche Verfassung für Ortstermine auch bei schlechter Witterung;
  • Flexible Zeiteinteilung, u.U. auch abends oder am Wochenende;

Zeitaufwand ca.10 Std./Monat, unterschiedlich je nach Jahreszeit und Bereich;

  • Ortskenntnis und eigener PKW;
  • Bereitschaft zur Teilnahme am einwöchigen Lehrgang, voraussichtlich vom 25. – 29.3.2019 in Ebern.

 
Biberberater*innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 8,50 €/Stunde und einen Fahrtkostenzuschuss von 0,30 €/km. Aus- und Fortbildungskosten werden ebenfalls von uns übernommen, Versicherungsschutz wird gewährleistet.
Geplant sind vorerst 3 Berater*innen, die jeweils für einen Teil des Landkreisgebietes zuständig sein sollen.
 
Bei Interesse melden Sie sich bitte mit einem kurzen persönlichen Anschreiben bis zum 25.01.2019 beim Landratsamt Coburg, Untere Naturschutzbehörde, Lauterer Str. 60, 96450 Coburg.
 
Für Rückfragen stehen Ihnen Frau Pilz, 09561 514-4404 und Herr Feulner -4400 gerne zur Verfügung,
 
 
 
 

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